Der O2 Homespot – Kosten, Speed, Netz-Qualität und die Erfahrungen – O2 hat mittlerweile auch einen eigenen Homespot im Angebot und vermarktet damit nun auch mobile WLAN Anschlüsse. Allerdings ist der Slogan „WLAN aus der Steckdose“ etwas irreführend, denn natürlich benötigt auch dieser Router neben der Steckdose (für die Stromversorgung) auch ein gut ausgebautes O2 Netz, damit die Daten darüber übertragen werden können.

Wichtig für die Nutzung der O2 Homespot ist daher auf jeden Fall ein gut ausgebautes O2 Netz. Es sollte in jedem Fall LTE vorhanden sein und je besser das Netz ausgebaut ist, desto näher kommt man an die maximalen 100Mbit/s, die der Homespot im Endeffekt erreichen kann. Die Geräte bieten mittlerweile auch 5G an, aber seit der Zusammenlegung der normalen Internet-Anschlüsse bietet O2 auch beim Homespot nur noch noch maximal 100Mit/s an. In den günstigeren Tarifen kann der Speed sogar noch geringer ausfallen. Wichtig ist dabei in jedem Fall der Ausbaustand des O2 Netzes. Je besser dieses ausgebaut ist, desto besser kann man auch mit dem Homespot Surfen. Die Netzabdeckung kann man hier prüfen: O2 Netzkarte und Ausbaustand

HINWEIS: O2 schränkt aktuell den Speed des Homespots künstlich ein. Wer mehr Speed möchte, sollte daher nach Alternativen zum O2 Homspot schauen. Der Vodafone GigaCube bietet beispielsweise Speed bis 500MBt/s, beim Congstar Homespot im Telekom Netz sind es immerhin noch 50MBit/s.

Ansonsten funktioniert der O2 Homespot wie alle andere Homespots auch: es ist ein mobiles LTE Router, der ein WLAN Netzwerk aufbaut in das man sich mit Endgeräten wie Handys oder Tablets einwählen kann. Man braucht für die Nutzung allerdings keinen DSL- oder Kabelanschluss: es reicht ein O2 Netz um den Homespot mobil mit dem Internet zu verbinden. Im besten Fall sollte aber LTE oder 5G vorhanden sein, denn nur dann bekommt man die wirklich schnellen Geschwindigkeiten. Mitte 2019 hat O2 die neue Tarifgeneration vorgestellt und mittlerweile gibt es einige Einschränkungen:

  • Die O2 Homespot funktionieren nur in Deutschland, Roaming und EU Roaming ist nicht möglich
  • Man kann den Homespot nur an zwei vorher festgelegten Adressen nutzen. Ein mobiler Einsatz an unterschiedlichen Orten ist damit nicht mehr möglich.
  • 5G ist mittlerweile für den Homespot auch verfügbar, aber man kann dennoch nicht schneller Surfen, als es im Tarif festgelegt ist

O2 hat die Homespot Tarife damit sehr stark eingegrenzt und sie wesentlich weniger attraktiv gemacht. Im Homespot Tarife Vergleich haben daher auch die Angebote von Congstar, Vodafone und auch der Telekom die Nase vorn. Dazu bietet der O2 Homespot mittlerweile auch eine Festnetz-Nummer und kann angerufen werden und man kann auch ausgehende Gespräche darüber führen.

O2 my Home L
unbegrenztes Datenvolumen, 100MBit/s LTE/5G, Standortbegrenzung, 10 Euro Rabatt/Monat im ersten Jahr
34.99 / Monat
  • 24 Monate Laufzeit
  • 69.99€ Kaufpreis + 4.99€/Monat Router
  • unlimitiertes Datenvolumen
  • 100MBit/s LTE/5G-Speed
O2 my Home M
unbegrenztes Datenvolumen mit 50MBit/s LTE/5G, Standortbegrenzung, 10 Euro Rabatt/Monat im ersten Jahr
29.99 / Monat
  • 24 Monate Laufzeit
  • 69.99€ Kaufpreis + 4.99€/Monat Router
  • unlimitiertes Datenvolumen
  • 50MBit/s LTE-Speed
O2 my Home S
100GB Internet Flat mit 10MBit/s LTE, Standortbegrenzung, 10 Euro Rabatt/Monat im ersten Jahr
24.99 / Monat
  • 24 Monate Laufzeit
  • 69.99€ Kaufpreis + 4.99€/Monat Router
  • 100GB Datenvolumen
  • 10MBit/s LTE-Speed

Die Tarife des O2 Homespot

Die Kosten für den O2 Homespot setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen. Zum einen gibt es den Preis für den Tarif selbst und dazu kommen noch die Kosten für die Hardware. Der sogenannte O2 Homespot LTE/5G Router kostet derzeit 4.99 Euro monatlich mit dazu. Der monatliche Preis erhöht sich damit, wenn man noch zusätzlich den Router braucht.

Dazu beträgt der Anschlusspreis bei O2 mittlerweile 69.99 Euro. So viel zahlt man derzeit bei keinem anderen Anbieter für den Anschluss des Homespot. Die Bestellung des O2 Homespot ist derzeit also mit recht hohen Kosten verbunden.

WICHTIG: Beim Anschluss ermittelt O2 derzeit den Anschlussspeed und bietet danach die Technik an. Es kann also sein, dass man bestimmten Geschwindigkeiten nur über das Kabel und nicht über das Mobilfunk-Netz bekommt. Das sollte man im Hinterkopf behalten und genau hinschauen.

Unterschiede bei der Versorgung: Homespot mit DSL und Homespot über Mobilfunk

Unabhängig davon bietet O2 derzeit den billigsten Homespot mit unbegrenztem Datenvolumen. Auch beim 100GB Homespot gibt es derzeit keinen anderen Anbieter, der billiger wäre als die O2 my Home Angebote. Preislich ist der O2 Internet Cube also eine wirklich gute Variante. Dazu hat das Unternehmen die Cubes mittlerweile auch ohne Vertrag und Laufzeit im Angebot. Man kann direkt bei der Bestellung auf eine monatliche Laufzeit umschalten. Dann steigen aber die Preise etwas an – man zahlt also monatlich mehr, wenn man flexibler Surfen will.

O2 schreibt zur Nutzung des unbegrenzten Datenvolumens:

Einmaliger Anschlusspreis 69,99 €; enthalten sind Gespräche ins dt. Festnetz (außer Sonderrufnummern, Konferenzverbindungen und Rufumleitungen) sowie Surfen im Internet (Normale Down- und Upload-Geschwindigkeit 38/9 MBit/s; die Erreichung der max. Surfgeschwindigkeit ist im Übrigen abhängig von Faktoren wie der Länge der individuellen Teilnehmeranschlussleitung, Hausverkabelung oder Belastung des aktuell adressierten Servers bzw. des Internets insgesamt. Sie kann daher von der im Mittel erzielbaren Übertragungsgeschwindigkeit abweichen.

Der Router ist im Übrigen nur gemietet und muss bei Ende des Tarifes wieder zurückgegeben werden. Sonst können zum O2 Homespot Tarif noch weitere Kosten entstehen.

Die aktuellen Homespot Tarife auf dem Markt

Etwas ärgerlich beim O2 Homespot: Es gibt keine Option wie beim Vodafone GigaCube, mit der nur dann abgerechnet wird, wenn man den Stick auch nutzt. Man kann den O2 Homespot daher leider nicht einfach still legen, wenn man ihn nicht mehr braucht. Stattdessen muss man ihn kündigen, sonst werden weiterhin die monatlichen Kosten berechnet. Im Homespot Vergleich ist das Vodafone Angebot also die flexiblere Variante. Mittlerweile bietet O2 aber auch die Flex-Variant an. Die 10GB Version wird jeweils für einen Woche gebucht (auch Prepaid Basis) und sie verlängert sich nicht automatisch. Man kann also damit auch nur eine Woche surfen und dann nicht mehr. Allerdings kostet diese Flexibilität auch 10 Euro pro Woche – wer das einen ganzen Monat nutzen will, zahlt vergleichsweise viel dafür. Andere Anbieter sind hier deutlich billiger oder bieten zumindest mehr Datenvolumen zum gleichen Preis.

Wer sich unsicher ist, wie gut die Netzqualität bei O2 ist und keine Erfahrungen mit diesem Netz hat, sollte besser für den Anfang die günstigere Variante wählen. Ein wirklich billiger Test wird das aber auch mit kurzer Laufzeit nicht, denn immerhin zahlt man in jedem Fall die 121 Euro Kaufpreis für den Homespot, egal wie lange man ihn im Endeffekt nutzt.

O2 hat mittlerweile auch 5G Bereiche gestartet und bietet daher den Cube auch als 5G Homespot an. An den Geschwindigkeiten des Cubes ändert sich aber leider nichts. Auch wenn man das 5G Netz von o2 nutzt (was aktuell nur in wenigen Städten verfügbar ist), kann man leider nicht schneller surfen als es im Tarif hinterlegt ist. Vor daher gibt es bisher auch wenige Vorteile durch die 5G Homespots bei O2.

O2 my Home L
unbegrenztes Datenvolumen, 100MBit/s LTE/5G, Standortbegrenzung, 10 Euro Rabatt/Monat im ersten Jahr
34.99 / Monat
  • 24 Monate Laufzeit
  • 69.99€ Kaufpreis + 4.99€/Monat Router
  • unlimitiertes Datenvolumen
  • 100MBit/s LTE/5G-Speed
O2 my Home M
unbegrenztes Datenvolumen mit 50MBit/s LTE/5G, Standortbegrenzung, 10 Euro Rabatt/Monat im ersten Jahr
29.99 / Monat
  • 24 Monate Laufzeit
  • 69.99€ Kaufpreis + 4.99€/Monat Router
  • unlimitiertes Datenvolumen
  • 50MBit/s LTE-Speed
O2 my Home S
100GB Internet Flat mit 10MBit/s LTE, Standortbegrenzung, 10 Euro Rabatt/Monat im ersten Jahr
24.99 / Monat
  • 24 Monate Laufzeit
  • 69.99€ Kaufpreis + 4.99€/Monat Router
  • 100GB Datenvolumen
  • 10MBit/s LTE-Speed

Die Netzqualität des O2 Homespot

Das O2 Netz belegt in den letzten Netztest in der Regel den letzten Platz hinter der Telekom und Vodafone. O2 hat zwar mittlerweile das größte Netz mit den meisten Kunden, aber dennoch hinkt das Unternehmen beim Ausbau des Netzes hinterher und viele Kunden beklagen sich über langsame Verbindungen. Allerdings ist der Netzausbau höchst unterschiedlich und es gibt durchaus Bereiche und Regionen, in denen O2 gutes Internet anbietet. Man sollte also vor allem die eigene Region betrachten bzw. die Bereiche, in denen man den Homespot gerne einsetzen möchte. Wie oben bereits erwähnt kann man die Netzabdeckung hier prüfen: O2 Netzkarte und Ausbaustand

Insgesamt sind die Bewertungen des O2 Netzes leider selten positiv, es gibt aber auch Ausnahmen. Die Tester PC Go und PC Magazin  schreiben dazu beispielsweise:

In den Kategorien Download-Raten, Upload-Raten und Latenzzeiten konnte Telefónica Deutschland mit guten Geschwindigkeiten überzeugen und mit den Leistungswerten der anderen DSL-Anbieter problemlos mithalten. Das Mobilfunkunternehmen erreicht bei der durchschnittlichen Download-Datenrate Geschwindigkeiten von 11,9 Mbit/s. Die Ergebnisse sind besonders erfreulich, da sich unter den getesteten Anschlüssen auch noch ältere O2-Anschlüsse sowie ehemalige Leitungen der Marke Alice befanden, die gleichermaßen in die Auswertung miteinbezogen wurden.

Für die Netzqualität macht es im Übrigen keinen Unterschied, welche Laufzeit man wählt. In beiden Fällen bekommt man das gleiche Netz und die gleiche maximale Geschwindigkeit

Die Erfahrungen mit dem O2 Homespot

Bisher ist der WLAN Router noch sehr neu auf dem Markt und daher gibt es von Kunden und Verbrauchern bislang noch keine Bewertungen. In unserem Test funktionierte der Spot sehr stabil und ohne nennenswerte Probleme, die Geschwindigkeit lag aber recht niedrig (trotz Großstadt) und im Durchschnitt bei 8 bis 12Mbit/s. Auch der LTE Zugang schaffte nicht mehr Speed.

Die Installation war dagegen erfreulich einfach. O2 hat an dieser Stelle nicht zu viel versprochen. Es reicht, den Homespot mit der Steckdose zu verbinden. Danach fährt der Router hoch und in recht kurzer Zeit steht ein funktionsfähiges WLAN zur Verfügung. Dieses ist natürlich abgesichert und man kann sich nur einwählen, wenn man das mitgelieferte Passwort kennt.

Erfreulich war die große Reichweite des Spots. Auch außerhalb des Gebäudes und durch mehrere Wände hindurch gab es keine Probleme mit der Verbindung. Im Gegenteil war uns die Reichweite schon wieder fast zu groß, denn immerhin können so möglicherweise auch Angreifer weiter entfernt auf das WLAN Netzwerk zugreifen.

Insgesamt machte der Homespot von O2 aber genau das, was wir von ihm erwartet haben: es gab WLAN Internet auch ohne DSL Anschluss und auch in Bereichen, in denen kein Kabel vorhanden war.

Video: Der O2 Homespot im Überblick

Unsere Bewertung: