Der O2 Homespot – Quelle: o2

Der O2 Homespot – Kosten, Speed, Netz-Qualität und die Erfahrungen – O2 hat mittlerweile auch einen eigenen Homespot im Angebot und vermarktet damit nun auch mobile WLAN Anschlüsse. Allerdings ist der Slogan „WLAN aus der Steckdose“ etwas irreführend, denn natürlich benötigt auch dieser Router neben der Steckdose (für die Stromversorgung) auch ein gut ausgebautes O2 Netz, damit die Daten darüber übertragen werden können.

UPDATE: O2 hat mittlerweile die Tarife überarbeitet, allerdings gibt es nach wie vor keine Möglichkeit, den Homespot online zu bestellen. Stattdessen verweist O2 weiterhin auf die Shops. Wir haben daher hier Alternativen zum O2 Homespot zusammen gestellt, die man auch direkt online bestellen kann, beispielsweise die Congstar Homespot mit kurzen Laufzeiten.

Wichtig für die Nutzung der O2 Homespot ist daher auf jeden Fall ein gut ausgebautes O2 Netz. Es sollte in jedem Fall LTE vorhanden sein und je besser das Netz ausgebaut ist, desto näher kommt man an die maximalen 225Mbit/s, die der Homespot im Endeffekt erreichen kann. Damit ist der Homespot von O2 derzeit der schnellste Homespot auf dem Markt. Das Vodafone Netz ist zwar noch schneller, der Vodafone GigaCube unterstützt aber diesen hohen Speed bisher nicht. Die Netzabdeckung kann man hier prüfen: O2 Netzkarte und Ausbaustand

Ansonsten funktioniert der O2 Homespot wie alle andere Homespots auch: es ist ein mobiles LTE Router, der ein WLAN Netzwerk aufbaut in das man sich mit Endgeräten wie Handys oder Tablets einwählen kann. Man braucht für die Nutzung allerdings keinen DSL- oder Kabelanschluss: es reicht ein O2 Netz um den Homespot mobil mit dem Internet zu verbinden. Im besten Fall sollte aber LTE vorhanden sein, denn nur dann bekommt man die wirklich schnellen Geschwindigkeiten. Mitte 2019 hat O2 die neue Tarifgeneration vorgestellt und mittlerweile gibt es einige Einschränkungen:

  • Die O2 Homespot funktionieren nur in Deutschland, Roaming und EU Roaming ist nicht möglich
  • Man kann den Homespot nur an zwei vorher festgelegten Adressen nutzen. Ein mobiler Einsatz an unterschiedlichen Orten ist damit nicht mehr möglich.

O2 hat die Homespot Tarife damit sehr stark eingegrenzt und sie wesentlich weniger attraktiv gemacht.

Die Tarife des O2 Homespot

Die Kosten für den O2 Homespot setzen sich aus zwei Komponenten zusammen. Zum einen gibt es den Preis für den Tarif selbst und dazu kommen noch die Kosten für die Hardware. Der sogenannte O2 Homespot LTE Router kostet je nach gewählten Tarif zwischen 25 oder 145 Euro als einmaliger Kaufpreis und dazu kommen noch die Kosten für den Datentarif des Homespot selbst. Zusätzlich möchte O2 noch einmalig 49.99 Euro Anschlusspreis haben. Die Bestellung des O2 Homespot ist derzeit also mit recht hohen Kosten verbunden.

Für die Nutzung bietet O2 derzeit 3 Tarife für den WLAN Cube an. Der billigste Tarif liegt bei 9.99 Euro und bietet 10GB mobiles Datenvolumen pro Woche. Im Monat hat man so 40GB Datenvolumen. Für 29.99 Euro bietet O2 eine 100GB Datenflatrate für den Internet Cube. Für O2 Kunden mit anderen Angeboten sinkt der Preis sogar auf nur 19.99 Euro pro Monat. Der interessanteste Tarif für den O2 Homespot dürfte aber wohl der My Date Spot unlimited sein. Dort bekommt man unbegrenztes Datenvolumen für 39.99 Euro monatlich. Der O2 Homespot ist damit das einzige Angebot auf dem deutschen Markt, das bereits Surfen ohne Limit und Drosselung bietet. Im größten Tarif ist auch Waipu TV dazu buchbar. Man kann also mit diesem Tarif auch mobil TV schauen, wenn man das möchte. Diese Option kostet dann allerdings auch 4.99 Euro pro Monat extra.

O2 schreibt zur Nutzung des unbegrenzten Datenvolumens:

Datum der Markteinführung 27.08.2019. Mindestlaufzeit 24 Monate, Kündigungsfrist 3 Monate. Monatlicher Grundpreis mit O2 HomeSpot Router 39,99 € zzgl. einmalig 25 € für den O2 HomeSpot Router und 49,99 €  Anschlusspreis. Enthalten ist ein mobilfunkbasierter Internetzugang mit bis zu 225 MBit/s (im Durchschnitt 37,5 MBit/s; Upload bis zu 50 MBit/s, im Durchschnitt 22,5 MBit/s) im dt. O2 Mobilfunknetz. Der Tarif kann nur in stationären LTE Routern ohne Telefonie-Funktion genutzt werden, die einen permanenten kabelgebundenen Stromanschluss benötigen (z.B. O2 HomeSpot Router, Fritz!Box 6890LTE oder Huawei B528s-23a). Keine Telefonie möglich. Tarif kann und darf nur an der angegebenen inländischen Wohnadresse sowie einer weiteren Adresse innerhalb Deutschlands mit geprüfter LTE-Verfügbarkeit genutzt werden (Nutzung im Ausland nicht möglich).

An der Stelle gibt es auch noch eine weitere Änderung: Die beiden kleineren O2 Tarife werden ganz normal gedrosselt. Es gibt also kein Minimum von 1 MBit/s mehr, wenn man das Datenvolumen verbraucht hat.

Die aktuellen Homspot Tarife auf dem Markt

Etwas ärgerlich beim O2 Homspot: Es gibt keine Option wie beim Vodafone GigaCube, mit der nur dann abgerechnet wird, wenn man den Stick auch nutzt. Man kann den O2 Homespot daher leider nicht einfach still legen, wenn man ihn nicht mehr braucht. Stattdessen muss man ihn kündigen, sonst werden weiterhin die monatlichen Kosten berechnet. Im Homespot Vergleich ist das Vodafone Angebot also die flexiblere Variante. Mittlerweile bietet O2 aber auch die Flex-Variant an. Die 10GB Version wird jeweils für einen Woche gebucht (auch Prepaid Basis) und sie verlängert sich nicht automatisch. Man kann also damit auch nur eine Woche surfen und dann nicht mehr. Allerdings kostet diese Flexibilität auch 10 Euro pro Woche – wer das einen ganzen Monat nutzen will, zahlt vergleichsweise viel dafür. Andere Anbieter sind hier deutlich billiger oder bieten zumindest mehr Datenvolumen zum gleichen Preis:

Congstar Homespot
Congstar Homespot
Der Congstar Homepot nutzt das D1 Telekom Netz und bietet LTE bis 50Mbit/s. Es steht 3 Tarife zur Auswahl. Diese konnen auch ohne Laufzeit gebucht werden.. Der Internet Cube ist standortgebunden, ein Standortwechsel kostet 10 Euro. WLAN Router +3.50 Euro/Monat
30GB Flat mit 50MBit/s für 20€
100GB Flat mit 50Mbit/s für 30€
200GB Flat mit 50Mbit/s für 40€
zum Congstar Homespot
Vodafone Homespot
Vodafone Gigacube
Der Vodafone Gigacube nutzt das Vodafone Netz und kann bis zu 500Mbit/s schnell surfen. Für Vodafone Kunden ist der Monatspreis nochmal günstiger. Auch mit 5G Netz. Kaufpreis: 1 Euro (einmalig)
125GB Flat mit 500Mbit/s für 34.99 Euro
250GB Flat mit 500Mbit/s für 44.99 Euro
500GB Flat mit 500Mbit/s für 74.99 Euro
zum Vodafone GigaCube
Vodafone Homespot
Vodafone Gigacube Flex
Der Vodafone Gigacube Flex ist die flexibel Variante des Internet Cube: Nutzt man den Cube einen Monat nicht, wird auch nichts abgerechnet (Flex-Variante). Kaufpreis: 1 Euro (einmalig)
50GB Flat mit 500Mbit/s für 34.99 Euro
zum GigaCube Flex
Telekom Speedbox Homespot
Telekom Speedbox Homespot
Die Telekom bietet den Homespot unter dem Namen MagentaMobil Speedbox an und es gibt 100GB Datenvolumen mit 300MBit/s LTE. Man kann auch die Flax-Variate buchen. Dann gibt es keine feste Grundgebühr und man zahlt nur, wenn man auch Datenvolumen bucht.
100GB Flat mit 300Mbit/s für 39.95 Euro
zur Telekom Speedbox
Als Alternative bieten alle Unternehmen auch normale Datentarife und Flat: Datentarife und Flat im Vergleich

Wer sich unsicher ist, wie gut die Netzqualität bei O2 ist und keine Erfahrungen mit diesem Netz hat, sollte besser für den Anfang die günstigere Variante wählen. Ein wirklich billiger Test wird das aber auch mit kurzer Laufzeit nicht, denn immerhin zahlt man in jedem Fall die 121 Euro Kaufpreis für den Homespot, egal wie lange man ihn im Endeffekt nutzt.

O2 hat mittlerweile auch 5G Bereiche ersteigert und daher wird das Unternehmen früher oder später auch 5G Verbindungen anbieten. Bisher ist es aber leider noch nicht so weit. Daher sind die LTE/4G Geschwindigkeiten mit bis zu 225MBit/s derzeit der maximale Speed, den man erreichen kann. 5G Angebot (wie bei Telekom und Vodafone) gibt es bisher bei O2 noch nicht und es ist auch nicht bekannt, wann das Unternehmen in diesem Bereich starten wird.

Die Netzqualität des O2 Homespot

Das O2 Netz belegt in den letzten Netztest in der Regel den letzten Platz hinter der Telekom und Vodafone. O2 hat zwar mittlerweile das größte Netz mit den meisten Kunden, aber dennoch hinkt das Unternehmen beim Ausbau des Netzes hinterher und viele Kunden beklagen sich über langsame Verbindungen. Allerdings ist der Netzausbau höchst unterschiedlich und es gibt durchaus Bereiche und Regionen, in denen O2 gutes Internet anbietet. Man sollte also vor allem die eigene Region betrachten bzw. die Bereiche, in denen man den Homespot gerne einsetzen möchte. Wie oben bereits erwähnt kann man die Netzabdeckung hier prüfen: O2 Netzkarte und Ausbaustand

Insgesamt sind die Bewertungen des O2 Netzes leider selten positiv, es gibt aber auch Ausnahmen. Die Tester PC Go und PC Magazin  schreiben dazu beispielsweise:

In den Kategorien Download-Raten, Upload-Raten und Latenzzeiten konnte Telefónica Deutschland mit guten Geschwindigkeiten überzeugen und mit den Leistungswerten der anderen DSL-Anbieter problemlos mithalten. Das Mobilfunkunternehmen erreicht bei der durchschnittlichen Download-Datenrate Geschwindigkeiten von 11,9 Mbit/s. Die Ergebnisse sind besonders erfreulich, da sich unter den getesteten Anschlüssen auch noch ältere O2-Anschlüsse sowie ehemalige Leitungen der Marke Alice befanden, die gleichermaßen in die Auswertung miteinbezogen wurden.

Für die Netzqualität macht es im Übrigen keinen Unterschied, welche Laufzeit man wählt. In beiden Fällen bekommt man das gleiche Netz und die gleiche maximale Geschwindigkeit

Die Erfahrungen mit dem O2 Homespot

Bisher ist der WLAN Router noch sehr neu auf dem Markt und daher gibt es von Kunden und Verbrauchern bislang noch keine Bewertungen. In unserem Test funktionierte der Spot sehr stabil und ohne nennenswerte Probleme, die Geschwindigkeit lag aber recht niedrig (trotz Großstadt) und im Durchschnitt bei 8 bis 12Mbit/s. Auch der LTE Zugang schaffte nicht mehr Speed.

Die Installation war dagegen erfreulich einfach. O2 hat an dieser Stelle nicht zu viel versprochen. Es reicht, den Homespot mit der Steckdose zu verbinden. Danach fährt der Router hoch und in recht kurzer Zeit steht ein funktionsfähiges WLAN zur Verfügung. Dieses ist natürlich abgesichert und man kann sich nur einwählen, wenn man das mitgelieferte Passwort kennt.

Erfreulich war die große Reichweite des Spots. Auch außerhalb des Gebäudes und durch mehrere Wände hindurch gab es keine Probleme mit der Verbindung. Im Gegenteil war uns die Reichweite schon wieder fast zu groß, denn immerhin können so möglicherweise auch Angreifer weiter entfernt auf das WLAN Netzwerk zugreifen.

Insgesamt machte der Homespot von O2 aber genau das, was wir von ihm erwartet haben: es gab WLAN Internet auch ohne DSL Anschluss und auch in Bereichen, in denen kein Kabel vorhanden war.

Video: Der O2 Homespot im Überblick

 

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