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Homespot ohne Drosselung – welche Angebote gibt es? – Kabelanschlüsse bzw. DSL und VDSL haben nach wie vor im Vergleich zu mobilen Datentarifen den Vorteil, dass es kein Datenlimit gibt und das man (von einigen Ausnahmen abgesehen) mit den Festnetztarifen so viel Datenvolumen verbrauchen kann, wie man möchte. Da Homespots als Alternative zu diesen Anschlüssen vorgesehen sind, gehen viele Verbraucher davon aus, dass es auch bei den Homespot-Tarifen kein Datenvolumen gibt. Das ist allerdings leider ein Trugschluss und man sieht auf den Webseiten der jeweiligen Anbieter sehr schnell, dass derzeit alle Homespot Tarife gedrosselt sind und ab einem bestimmten Datenverbrauch deutlich langsamer werden. Konkret gibt es also sowohl bei Congstar Homespot, dem Vodafone GigaCube als auch beim Homespot der Telekom ein monatliches Datenvolumen. In dieser Hinsicht sind diese Angebote eher Handytarife als DSL-Tarife. Es gibt aktuell nur einen Anbieter, der auf unbegrenztes Datenvolumen ohne Drosselung setzt: der O2 Homespot. Aber auch O2 bietet derzeit nur einen Tarif in dieser Form:

O2 my Data Spot Unlimited
unbegrenztes Datenvolumen, 225MBit/s LTE, Standortbegrenzung
39.99 / Monat
  • 24 Monate Laufzeit
  • 25€ Kaufpreis
  • unlimitiertes Datenvolumen
  • 225MBit/s LTE-Speed
O2 my Data Spot 100 GB
100GB Internet Flat mit 225MBit/s LTE, Standortbegrenzung
29.99 / Monat
  • 24 Monate Laufzeit
  • 25€ Kaufpreis
  • 10GB LTE max
  • 225MBit/s LTE-Speed

 


Das Datenvolumen ist dabei allerdings sehr unterschiedlich verteilt. Je nachdem, wie viel Geld man monatlich ausgeben will, gibt es 1GB Datenvolumen bis hin zu 200GB Volumen. Im Vergleich mit normalen Handytarifen gibt es dabei bei den Homespot in der Regel für das gleiche Geld deutlich mehr Volumen, eine Drosselung ist aber dennoch enthalten, es dauert nur etwas länger, bis man sie erreicht. Dazu liegen auch die Geschwindigkeiten bei den Homespots leider teilweise noch unter dem, was im Maximum im jeweiligen Netz möglich wäre. So kann man bei Vodafone im D2 Handynetz bereits bis 500MBit/s schnell surfen, aber der Homespot samt Tarif unterstützt derzeit leider nur bis zu 200MBit/s. Das ist also weniger als die Hälfte.

Die aktuellen Tarife und Datenvolumen für Homespot im Vergleich

Congstar Homespot
Congstar Homespot
Der Congstar Homepot nutzt das D1 Telekom Netz und bietet LTE bis 50Mbit/s. Es steht 3 Tarife zur Auswahl. Diese konnen auch ohne Laufzeit gebucht werden.. Der Internet Cube ist standortgebunden, ein Standortwechsel kostet 10 Euro. WLAN Router +3.50 Euro/Monat
30GB Flat mit 50MBit/s für 20€
125GB Flat mit 50Mbit/s für 30€
250GB Flat mit 50Mbit/s für 45€
zum Congstar Homespot
Vodafone Homespot
Vodafone Gigacube
Der Vodafone Gigacube nutzt das Vodafone Netz und kann bis zu 500Mbit/s schnell surfen. Für Vodafone Kunden ist der Monatspreis nochmal günstiger. Auch mit 5G Netz. Kaufpreis: 1 Euro (einmalig)
125GB Flat mit 500Mbit/s für 34.99 Euro
250GB Flat mit 500Mbit/s für 44.99 Euro
500GB Flat mit 500Mbit/s für 74.99 Euro
zum Vodafone GigaCube
O2 Homespot
O2 Homespot
Der O2 Homespot bietet viel und auch unbgerenztes Datenvolumen mit LTE Max Speed (225MBit/s). Kaufpreis: 25 Euro (einmalig)
100GB Flat mit 225Mbit/s für 29.99 Euro
unbegrenztes Datenvolumen 225Mbit/s für 39.99 Euro
zum O2 Homespot
Telekom Speedbox Homespot
Telekom Speedbox Homespot
Die Telekom bietet den Homespot unter dem Namen MagentaMobil Speedbox an und es gibt 200GB Datenvolumen mit 300MBit/s LTE. Man kann auch die Flax-Variate buchen. Dann gibt es keine feste Grundgebühr und man zahlt nur, wenn man auch Datenvolumen bucht.
200GB Flat mit 300Mbit/s für 39.95 Euro
zur Telekom Speedbox
Als Alternative bieten alle Unternehmen auch normale Datentarife und Flat: Datentarife und Flat im Vergleich

Ungedrosselte Tarife mit Homespots nutzen – es gibt Probleme

Bei den Handytarifen gibt es mittlerweile die ersten Angebote, die ohne ein Datenvolumen auskommen. Sowohl die Telekom als auch Vodafone und O2 bieten Tarife, mit denen man surfen kann so viel wie man möchte, ohne das gedrosselt wird. Allerdings sind diese Angebote noch vergleichsweise teuer: bei Vodafone und der Telekom zahlt man für diese Flatrates 80 Euro monatlich und bei O2 kostet dieser Tarif immer noch 60 Euro pro Monat. Rein theoretisch kann man diese Simkarten auch mit einem Homespot verwenden und damit das unbegrenzte Datenvolumen auch im Homespot nutzen. Allerdings haben da die Anbieter bisher noch etwas dagegen und nutzen Klauseln im Kleingedruckten, die den Einsatz nur im Handy erlauben.

So heißt es im Kleingedruckten bei O2, dass der Tarif nur mit Endgeräten genutzt werden kann, die mobil auch ohne Netzanschluss surfen können:

Bei O2 Free Unlimited kann das unbegrenzte Datenvolumen nur mit einem Gerät genutzt werden, das eine mobile Nutzung unabhängig von einem kabelgebundenen Stromanschluss ermöglicht. Bis zu 225 MBit/s (im Durchschnitt 27 MBit/s; Upload bis zu 50 MBit/s, im Durchschnitt 14,6 MBit/s) im dt. O2 Mobilfunknetz bzw. bis zu 50 MBit/s (im Durchschnitt 23 MBit/s; Upload bis zu 32 MBit/s, im Durchschnitt 13,4 MBit/s) für ehemalige Kunden der E-Plus Service GmbH und Co. KG, die automatisch auf ein O2 Produkt umgestellt wurden.

In den Preislisten geht O2 sogar noch einen Schritt weiter und schreibt konkret:

Der mobile Internetzugang kann/ darf nur mit Smartphones, Tablets oder sonstigen Geräten genutzt werden, die eine mobile Nutzung unabhängig von einem permanenten kabelgebundenen Stromanschluss ermöglichen (nicht z.B. in stationären LTE-Routern). Soweit erforderlich, führt Telefónica Verkehrsmanagement-Maßnahmen durch, um den Verkehrsfluss in dem Ausnahmefall einer lokalen Netzüberlastung zu optimieren.

Diese Klausel gibt so in den anderen o2 Tarifen nicht. Nur bei Tarif ohne Drosselung legt das Unternehmen wert darauf, dass das Datenvolumen nicht mit Routern oder Ähnlichem genutzt werden kann, damit man die Tarife nicht als Ersatz für das heimische DSL ersetzt.

Allerdings ist noch nicht klar, ob Klauseln dieser Art wirklich zulässig sind. Bei Netzpolitik.org hat man in diesem Zusammenhang bei der Bundesnetzagentur nachgefragt und dort wird derzeit geprüft, ob diese Regelungen unter Umständen ein Verstoß gegen die freie Endgerätewahl sind. Bei Netzpolitik schreibt man dazu:

„Die AGB-Klausel scheint mit Blick auf die freie Endgerätewahl im Rahmen des Internetzugangsdienstes problematisch“, sagt die Bundesnetzagentur auf Anfrage von netzpolitik.org. Die Regulierer kündigen an, man werde den Betreiber „anhören und auf eine Anpassung hinwirken beziehungsweise gegebenenfalls die Verwendung der Klausel untersagen“.

Es könnte also durchaus sein, dass es früher oder später hier eine Freigabe auch für Homespot geben wird, falls die Bundesnetzagentur sich der Sichtweise von Netzpolitik.org anschließt. Bis dahin sollte man aber sicherheitshalber auf die Nutzung dieser Tarife im Homespot verzichten um Probleme zu vermeiden.

Das Fazit: kaum Auswahl bei Homespot ohne Drosselung

Aktuell findet man Internet Cube ohne Drosselung und mit unbegrenztem Datenvolumen nur bei O2. Das Unternehmen setzt aber auch eine Prüfung auf die LTE Netz Qualität am Standort und auch auf eine Standortbindung. Bei den anderen Anbieter ist die Angst noch zu groß, dass Homespots in Handys eingesetzt werden und auf diese Weise den Handytarifen Konkurrenz machen. Auch das Angebot von O2 hat bisher den Druck auf die anderen Homespot-Anbieter nicht so weit erhöht, dass diese sich bewegt hätten. Daher bleibt offen, wann es die ersten Cubes dieser Art im Telekom Netz oder bei Vodafone geben wird.

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