Homespot ohne Vertrag und ohne Laufzeit – diese Angebote gibt es auf dem deutschen Markt – Wer auf der Suche nach einem Homespot ist um mobile und ohne Kabelanschluss ins Internet gehen zu können, sucht in der Regel nach einer Lösung, die man kurzfristig nutzen kann und die daher auch ohne langfristige Vertragsbindung auskommt. So kann man den Homespot beispielsweise im Sommer im Garten nutzen und in der kalten Jahreszeit wird der Spot gekündigt und nicht mehr genutzt. Das Problem dabei: die meisten Tarife kommen derzeit leider nur mit langen Laufzeiten und es gibt an sich nur zwei Anbieter, bei denen man den Homespot auch ohne lange Laufzeit bekommen kann:

Sowohl der Congstar Homespot als auch der Vodafone GigaCube haben damit zwar eine Laufzeit, lassen sich aber durch die Pausierung sehr flexibel an das eigene Nutzungsverhalten anpassen.

Alternative 1: Der Congstar Homespot mit kurzer Laufzeit

Beim Congstar Homespot kann man alle Angebote auch mit nur 1 Monat Laufzeit buchen. Dann steigt zwar die Aktivierungsgebühr, aber man bleibt flexibel. Dazu haben nun auch die normalen Tarife die Möglichkeit zur Pausierung bis 180 Tage. Das macht den Überblick etwas einfacher und man muss nicht immer den Tarif wechseln, wenn man ihn eigentlich nur pausieren will.

Im Kleingedruckten erklärt Congstar das System wie folgt:

Das Pausieren des Homespot-Vertrages ist jederzeit bis zu max. 180 Tage möglich (Bearbeitungsfrist: 48 Stunden). Das Entgelt für das Pausieren beträgt einmalig 20 €. Zugebuchte Optionen sind von der Pause ausgenommen und werden weiterhin berechnet. Während der Pause entfällt die Pflicht zur Erbringung der gegenseitig im Rahmen des Homespot-Vertrages vereinbarten Leistungen mit Ausnahme der Pflicht zur Begleichung offener Forderungen durch den congstar Kunden. Der Vertrag wird nach dem Ende der Pause fortgesetzt und verlängert sich um den Zeitraum der Vertragspause.

Durch die Pausierung kommt man einem Tarif ohne Laufzeit schon recht nahe.

Congstar Homespot

  • 30GB/Monat mit 50MBit/s LTE für 20 Euro
  • 100GB/Monat mit 50MBit/s LTE für 30 Euro
  • 200GB/Monat mit 50MBit/s LTE für 40 Euro
  • auch ohne Laufzeit, dann aber mit weniger Datenvolumen
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Leider ist der Congstar Homespot nicht so flexibel wie die Angebote der Konkurrenten. Man muss das Gerät an einer bestimmten Adresse anmelden und der Homespot funktioniert dann nur in der dazugehörigen Funkzellen. Diese kann unter Umständen recht groß sein, so dass man den Spot auch etwas umziehen kann – der Einsatz in ganz Deutschland ist so aber nicht möglich. Man kann den Spot dazu höchsten bei der Kundenhotline von Congstar ummelden – das kostet dann allerdings Geld. Daher ist der Spot zwar im Garten durchaus nutzbar, für den mobile Einsatz in einem Wohnwagen mit immer wechselnden Positionen lohnt sich der Congstar Homespot aber nicht. Mittlerweile hat die Telekom auch einen eigenen Homespot auf den Markt gebracht, dieser wird aber auch nur mit 24 Monaten Laufzeit angeboten.

Update: Mittlerweile verkauft O2 den O2 Homespot auch direkt online und mit den neuen Tarifen kann dieser Homespot auch mit kurzen Laufzeiten (1 Monate) bestellt werden. Der O2 Homespot ist damit eine sehr gute Alternative für Nutzer, die nach Angeboten ohne Vertragsbindung suchen. Voraussetzung für die Nutzung ist natürlich ein sehr gutes O2 Netz vor Ort, das im besten Fall auch LTE anbietet und schnell surfen zu können. Dazu bietet der O2 Homespot derzeit die schnellsten Geschwindigkeiten in diesem Bereich und hat – anders als das Angebot von Congstar – keine Einschränkungen auf einen bestimmten Bereich, sondern kann überall ohne Einschränkungen genutzt werden.

Alternative 2: Vodafone GigaCube – flexibles Bezahlen

Der Vodafone Homespot läuft unter der Bezeichnung GigaCube und hat nominell eine Laufzeit von 24 Monaten in Verbindung mit 3 Monaten Kündigungsfrist. Trotzdem kann er sich auch für den kurzfristigen Einsatz lohnen.

Die Besonderheit beim Vodafone Homespot liegt dabei in der Abrechnung. Die monatlichen Kosten für den Gigacube fallen nur an, wenn man den Homespot auch wirklich genutzt hat. Wurden in einem Monat keine Daten übertragen, wird über den GigaCube auch nichts abgerechnet. Das entspricht schon beinahe der Abrechnung einer Prepaidkarte, auch wenn der Gigacube ganz normal eine Rechnung hat. Durch diese Besonderheit bei der Abrechnung eignet sich der Spot sehr gut für den Einsatz im Garten oder im Wohnwagen. Braucht man den Spot nicht mehr, kann man ihn einfach (beispielsweise über den Winter) einmotten und dann entstehen auch keine Kosten. Danach kann man den Spot auch jederzeit wieder in Betrieb zu nehmen. Es reicht, den Spot wieder mit dem Stromnetz zu verbinden und dann kan man wieder damit surfen – zu den bekannten Preisen.

Man sollte aber in jedem Fall den GigaCube in solchen Fällen vom Strom-Netz trennen, denn auch wenn Handys oder Laptop nur eine Aktualisierung vornehmen, wäre das eine Datenübertragung und dann würde die volle Gebühr abgerechnet. So etwas kann man im besten Falle vermeiden, in dem man den Spot vom Stromnetz nimmt.

Vodafone GigaCube

  • 125GB Datenvolumen pro Monat mit 500MBit/s für 34.99 Euro monatlich
  • 250GB Datenvolumen pro Monat mit 500MBit/s für 44.99 Euro monatlich
  • 500GB Datenvolumen pro Monat mit 500MBit/s für 74.99 Euro monatlich
  • Einrichtung: 49.99 Euro (einmalig) + 1 Euro Kaufpreis
  • Flex: abgerechnet wird nur, wenn in dem Monat auch Datenvolumen verbraucht wurde - 50GB für 34,99 Euro
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Wichtig dabei: Trotz der sehr flexiblen Bezahlung hat der Homespot von Vodafone aber dennoch eine Laufzeit von 24 Monaten. Man hat also auf jeden Fall einen Tarif bei Vodafone, auch wenn man diesen eventuell nicht bezahlen muss. Daher muss man den Datentarif auch kündigen, wenn man den Vertrag nicht mehr haben möchte.

Schnellüberblick:

Alternative 3: Freien WLAN Router kaufen mit passendem Tarif

Wer wirklich nach einem Angebot ohne Vertrag und Tarif sucht, ist leider bei den großen Homespot Anbieter falsch. Man kann aber dennoch passende Geräte finden. Diese gibt es als freie mobile WLAN Router bei vielen Online-Händlern und der Preis bewegt sich für diese Geräte (je nach Ausstattung und Geschwindigkeit) im Bereich zwischen 30 bis etwa 100 Euro. Entsprechende Angebote verschiedener Anbieter findet man beispielsweise bei Amazon. Teuer sind dabei vor allem LTE Router mit viel Speed und einem Akku. Wer auf den Akku verzichten kann und auch kein LTE braucht, zahlt dagegen oft weniger als 50 Euro. Man sollte bei diesen Angeboten aber immer prüfen:

  • Wie viele Geräte werden maximal gleichzeitig unterstützt? Je mehr man zugleich am Hotspot anmelden kann, um so besser. Da mittlerweile auch fast alle Handys ins Netz gehen können, sollte man hier eher großzügig planen.
  • Die Reichweite des WLAN Routers sollte ausreichend groß sein. Macht der Anbieter keine Angaben zur Reichweite des WLAN Netzes, das über den Router aufgebaut wird, sollte man lieber vom Angebot Abstand nehmen. Oft sind auch die Kommentare anderer Käufer hilfreich, die bereits mit dem entsprechenden Router gearbeitet haben.
  • Teilweise werden mobile WLAN Router auch ohne Akku angeboten. Dann muss man sie immer am Stromnetz betreiben. Das ist oft kein Problem, schränkt aber die Flexibilität ein. Wer lieber viel unterwegs ist, sollte auf einen eingebauten Akku achten (und natürlich die passende Kapazität des Akkus wählen).

Neben dem Router benötigt man zum Einsatz dann auch noch eine passende Datenkarte. Diese sollte ausreichend Datenvolumen mitbringen und natürlich ein Netz nutzen, das am Einsatzort des Routers gute Verbindungen liefert. Darüber hinaus sollte man auch beim Tarif darauf achten, dass es keine langen Laufzeiten gibt. Hier empfehlen sich Prepaidkarten, bei denen man auch bereits in vielen Fällen sehr günstige Datenflatrates mit kurzer Laufzeit findet. Man muss dann nur Guthaben aufladen und kann los surfen.

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