Homespot mit unbegrenztem Datenvolumen und ohne Limit – der Marktüberblick – Bei den Handytarifen gibt es mittlerweile die ersten Angebote, die ohne ein Datenvolumen auskommen. Sowohl die Telekom als auch Vodafone und O2 bieten Tarife, mit denen man surfen kann so viel wie man möchte, ohne das gedrosselt wird. Allerdings sind diese Angebote noch vergleichsweise teuer: bei Vodafone und der Telekom zahlt man für diese Flatrates 80 Euro monatlich und bei O2 kostet dieser Tarif immer noch 60 Euro pro Monat.

Bei den Homespots dagegen gibt es deutlich weniger Angebote. Hier gibt es seitens der Anbieter eher Bedenken, dass Homespot mit unbegrenztem Datenvolumen und ohne Drossel eine Konkurrenz zu normalen DSL Anschlüssen werden könnten und daher das DSL Geschäft kaputt machen. Dazu gibt es natürlich auch Sorgen beim Thema Netzüberlastung, wenn die normalen DSL-Nutzungen wie TV Streaming auf einmal ins mobile Netz übertragen werden. Daher sind die Anbieter aktuell noch sehr zurückhaltend, was Internet Cubes ohne Drosselung und mit unbegrenztem Datenvolumen betrifft. In diesem Artikel haben wir die aktuellen Cubes mit unbegrenztem Datenvolumen zusammengestellt und ihre Vorteile und Nachteile aufgeführt.

O2 Homespot ohne Datenlimit und mit unbegrenztem Volumen

Der O2 Homespot bietet derzeit den günstigsten Zugang zu unbegrenztem Datenvolumen und erlaubt das Surfen ohne Drossel bereits ab etwa 50 Euro monatlich. Dazu kommen aber noch etwa 100 Euro Kosten für Aktivierung und Homespot. Beim Kauf ist der Cube also teurer als die Modelle der Konkurrenz, dafür zahlt man monatlich weniger.

Dazu wird der Cube auf eine feste Adresse angemeldet und ist damit nicht so flexibel wie die Modelle der Konkurrenz und O2 führt dazu noch eine recht strenge Verfügbarkeitsprüfung durch – das Cube ist daher nur an wenigen Orten in Deutschland bestellbar. Im Homespot Vergleich sind das recht viele Einschränkungen.

O2 my Data Spot Unlimited
unbegrenztes Datenvolumen, 225MBit/s LTE, Standortbegrenzung
49.99 / Monat
  • 24 Monate Laufzeit
  • 25€ Kaufpreis + 69.99€ Anschluss
  • unlimitiertes Datenvolumen
  • 225MBit/s LTE-Speed
O2 my Data Spot 100 GB
100GB Internet Flat mit 225MBit/s LTE, Standortbegrenzung
29.99 / Monat
  • 24 Monate Laufzeit
  • 25€ Kaufpreis + 69.99€ Anschluss
  • 100GB Datenvolumen
  • 225MBit/s LTE-Speed

Das Unternehmen schreibt zu den Bedingungen der Nutzung:

Der Tarif kann nur in stationären LTE Routern ohne Telefonie-Funktion genutzt werden, die einen permanenten kabelgebundenen Stromanschluss benötigen (z.B. O2 HomeSpot Router, Fritz!Box 6890LTE oder Huawei B528s-23a). Keine Telefonie möglich. Tarif kann und darf nur an der angegebenen inländischen Wohnadresse sowie einer weiteren Adresse innerhalb Deutschlands mit geprüfter LTE-Verfügbarkeit genutzt werden (Nutzung im Ausland nicht möglich). Alle Einzelheiten des gewählten Tarifs sind der Preisliste für O2 HomeSpot, der Leistungsbeschreibung und den AGB für Mobilfunkleistungen zu entnehmen.

Vodafone GigaCube unlimited

Der Vodafone GigaCube bietet ebenfalls einen unlimited-Tarif mit unbegrenztem Datenvolumen. Man zahlt dafür aber knapp 75 Euro monatlich und damit ist er doch deutlich teurer als der vergleichbare Tarif bei O2. Dafür sind die Kosten für den Kauf niedriger und der Cube bei Vodafone bietet auch 5G an (allerdings gegen Aufpreis). Dazu kann man den Vodafone Homespot auch mobil einsetzen und daher nicht immer nur an einem Standort nutzen. Es gibt also bei diesem Angebot eine größere Flexibilität. Das unbegrenzte Datenvolumen ist allerdings aktuell bei Vodafone nur eine Sonderaktion. Man bekommt es zwar dauerhaft, allerdings nur, wenn man den Homespot Tarif bis Ende September bucht.

Im Kleingedruckten heißt es zur Aktion:

GigaCube Pro – Unlimited Daten Promo: Wenn Du bis 30.09.2020 den Tarif GigaCube Pro buchst oder in diesen Tarif wechselst, erhältst Du unlimitiertes Datenvolumen. Das unlimitierte Datenvolumen gilt für die gesamte Vertragslaufzeit, solange Du Dich in einem GigaCube Pro-Tarif befindest.



GigaCube 125GB
auf Wunsch auch mit 5G (10 Euro/Monat mehr)
34.99 / Monat
  • 24 Monate Laufzeit
  • 50.99€ Aktivierung
  • 125GB Datenvolumen
  • 500MBit/s LTE-Speed


GigaCube 250GB
auf Wunsch auch mit 5G (10 Euro/Monat mehr)
44.99 / Monat
  • 24 Monate Laufzeit
  • 50.99€ Aktivierung
  • 250GB Datenvolumen
  • 500MBit/s LTE-Speed


GigaCube unlimited
auf Wunsch auch mit 5G (10 Euro/Monat mehr)
74.99 / Monat
  • 24 Monate Laufzeit
  • 50.99€ Aktivierung
  • Surfen ohne Limit
  • 500MBit/s LTE-Speed

Ungedrosselte Tarife mit Homespots nutzen – es gibt Probleme

Bei den Handytarifen gibt es mittlerweile die ersten Angebote, die ohne ein Datenvolumen auskommen. Sowohl die Telekom als auch Vodafone und O2 bieten Tarife, mit denen man surfen kann so viel wie man möchte, ohne das gedrosselt wird. Allerdings sind diese Angebote noch vergleichsweise teuer: bei Vodafone und der Telekom zahlt man für diese Flatrates 80 Euro monatlich und bei O2 kostet dieser Tarif immer noch 60 Euro pro Monat. Rein theoretisch kann man diese Simkarten auch mit einem Homespot verwenden und damit das unbegrenzte Datenvolumen auch im Homespot nutzen. Allerdings haben da die Anbieter bisher noch etwas dagegen und nutzen Klauseln im Kleingedruckten, die den Einsatz nur im Handy erlauben.

So heißt es im Kleingedruckten bei O2, dass der Tarif nur mit Endgeräten genutzt werden kann, die mobil auch ohne Netzanschluss surfen können:

Bei O2 Free Unlimited kann das unbegrenzte Datenvolumen nur mit einem Gerät genutzt werden, das eine mobile Nutzung unabhängig von einem kabelgebundenen Stromanschluss ermöglicht. Bis zu 225 MBit/s (im Durchschnitt 27 MBit/s; Upload bis zu 50 MBit/s, im Durchschnitt 14,6 MBit/s) im dt. O2 Mobilfunknetz bzw. bis zu 50 MBit/s (im Durchschnitt 23 MBit/s; Upload bis zu 32 MBit/s, im Durchschnitt 13,4 MBit/s) für ehemalige Kunden der E-Plus Service GmbH und Co. KG, die automatisch auf ein O2 Produkt umgestellt wurden.

In den Preislisten geht O2 sogar noch einen Schritt weiter und schreibt konkret:

Der mobile Internetzugang kann/ darf nur mit Smartphones, Tablets oder sonstigen Geräten genutzt werden, die eine mobile Nutzung unabhängig von einem permanenten kabelgebundenen Stromanschluss ermöglichen (nicht z.B. in stationären LTE-Routern). Soweit erforderlich, führt Telefónica Verkehrsmanagement-Maßnahmen durch, um den Verkehrsfluss in dem Ausnahmefall einer lokalen Netzüberlastung zu optimieren.

Diese Klausel gibt so in den anderen o2 Tarifen nicht. Nur bei Tarif ohne Drosselung legt das Unternehmen wert darauf, dass das Datenvolumen nicht mit Routern oder Ähnlichem genutzt werden kann, damit man die Tarife nicht als Ersatz für das heimische DSL ersetzt.

Allerdings ist noch nicht klar, ob Klauseln dieser Art wirklich zulässig sind. Bei Netzpolitik.org hat man in diesem Zusammenhang bei der Bundesnetzagentur nachgefragt und dort wird derzeit geprüft, ob diese Regelungen unter Umständen ein Verstoß gegen die freie Endgerätewahl sind. Bei Netzpolitik schreibt man dazu:

„Die AGB-Klausel scheint mit Blick auf die freie Endgerätewahl im Rahmen des Internetzugangsdienstes problematisch“, sagt die Bundesnetzagentur auf Anfrage von netzpolitik.org. Die Regulierer kündigen an, man werde den Betreiber „anhören und auf eine Anpassung hinwirken beziehungsweise gegebenenfalls die Verwendung der Klausel untersagen“.

Es könnte also durchaus sein, dass es früher oder später hier eine Freigabe auch für Homespot geben wird, falls die Bundesnetzagentur sich der Sichtweise von Netzpolitik.org anschließt. Bis dahin sollte man aber sicherheitshalber auf die Nutzung dieser Tarife im Homespot verzichten um Probleme zu vermeiden.

Benötigt man für Homespots Strom?

Ja, die aktuellen Cubes brauchen alle einen 220V Anschluss. Diese sollte also vorhanden sein. Einige Geräte nutzen aber auch einen Akku für kurze Übernrückungen

Kann man mit einem Homespot telefonieren?

Bei der Telefonie liegt ein sehr wichtiger Unterschied eines Homespots im Vergleich zu einem normalen Festnetz-Anschluss. Die aktuellen Homespot auf dem Markt haben keine Telefon-Nummer und können daher auch nicht für Gespräche genutzt werden (weder ausgehend noch eingehend). Auch der Versand von SMS ist mit einem Homespot nicht möglich.
Allerdings gibt es die Möglichkeit, mit dem Homespot Gespräche über das Internet zu führen, wenn man eine entsprechende App (beispielsweise WhatsApp oder Skype) nutzt. VoIP ist also über einen Homespot möglich und wird auch nicht geblockt.

Kann man an einen Homespot auch ein Netzwerkkabel anschliessen?

Dabei hängt es vom genutzten Homespot ab, ob ein Netzwerkkabel angeschlossen werden kann. Viele der aktuellen Geräte stellen die entsprechenden Buchsen bereit. So bietet der O2 Homespot gleich vier solcher Buchsen und kann damit mehrere Geräte per Kabel ins Internet bringen. Die aktuellen Version des Congstar Homespot bietet 2 Buchsen für Netzwerkkabel. Das kann sich aber von Geräte-Generation zu Gerätegeneration ändern, daher sollte man vorher immer noch einmal die technisch Konfiguration prüfen

Gibt es Homespot auch mit Prepaid Abrechnung?

Die meisten Homespot auf den Markt werden über eine monatliche Rechnung abgerechnet. Es gibt derzeit nur einen O2 Homespot und ein Modell bei Ortel, das in Verbindung mit einer Prepaidkarte zu haben ist.

Kann man den Homespot mit anderen Sim Karten nutzen?

Die Simkarte sind bei den Homespots in der Regel nicht fest verbaut, sondern werden ganz normal eingelegt und daher kann man rein technisch gesehen auch ohne Probleme eine andere Simkarte mit den Geräten nutzen.

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