Handy Tethering oder Homespot – wann sollte man welche Variante wählen? – Wer mobil einen Hotspot benötigt, kann dabie mittlerweile auf mehrere Varianen von Homespots setzen, aber natürlich können auch alle modernen Handys einen eigenen WLAN Homespot aufbauen, den man für eine schnelle Überbrückung nutzen kann. Die Einrichtung ist dabei recht einfach und folgt einem einfach Muster: man aktiv den privaten Hotspot und legt ein Passwort fest, danach können weitere Geräte sich in den Hotspot einloggen und surfen. Das funktioniert sowohl im Inland als auch im Ausland, wobei die Tarife im Ausland unter Umständen deutlich teuer sein können. Um Daten zu sparen sollte man aber Geräte nur als getaktet Verbindung verbinden. Dann werden beispielsweise unter Windows keine Updates ausgeführt. Bei Smartklar schreibt man zur Vorgehensweise:

Wenn man unter Windows die WLAN-Verbindung als getaktete Verbindung einstellen möchte, dann geht das so:

  1. Rechts unten auf das WLAN-Symbol klicken.
  2. Dort Netzwerk- und Interneteinstellungen auswählen.
  3. Auf Verbindungseigenschaften ändern klicken.
  4. Per Schieberegler als getaktete Verbindung festlegen.

Insgesamt ist das Tethering beim Handy also recht einfach einzustellen und verursacht in der Regel (außer eventuell im Ausland) auch keine Mehrkosten. Es gibt aber auch durchaus einige Vorteile, die man bei den Homspots findet. In diesem Artikel haben wir zusammen gestellt, wann sich das Tethering mit dem Handy lohnt und wann man besser zu einem Homespot greifen sollte.

Deutlich mehr Datenvolumen bei den Homespots

Der größte Vorteil der Homespots liegt sicher beim Datenvolumen. Normale Handyflatrates im Bereich von 25 bis 35 Euro haben in der Regel nur vergleichsweise wenig Volumen. Man bekommt beispielsweise bei Congstar in diesem Bereich derzeit etwa 8GB (bereits als Sonderaktion) pro Monat. Nutzt man dagegen den Congstar Homespot, hat man für den gleichen Preis bereits 40GB Datenvolumen und damit deutlich mehr. Bei den anderen Anbieter sieht es ähnlich aus – prinzipiell kann man sagen, dass man mit einem Homespot derzeit vergleichsweise viel Datenvolumen bekommt.

Die aktuellen Tarife im Überblick:

Congstar Homespot
Congstar Homespot
Der Congstar Homepot nutzt das D1 Telekom Netz und bietet LTE bis 50Mbit/s. Es steht 3 Tarife zur Auswahl. Der Stick ist standortgebunden, ein Standortwechsel kostet 10 Euro. WLAN Router +3.50 Euro/Monat
30GB Flat mit 50MBit/s für 20€
100GB Flat mit 50Mbit/s für 30€
200GB Flat mit 50Mbit/s für 40€
zum Congstar Homespot
Vodafone Homespot
Vodafone Gigacube
Der Vodafone Gigacube nutzt das Vodafone Netz und kann bis zu 500Mbit/s schnell surfen. Nutzt man den Cube einen Monat nicht, wird auch nichts abgerechnet (Flex-Variante). Kaufpreis: 1 Euro (einmalig)
50GB Flat mit 500Mbit/s für 34.99 Euro
200GB Flat mit 500Mbit/s für 44.99 Euro
zum Vodafone GigaCube
zum GigaCube Flex
Telekom Speedbox Homespot
Telekom Speedbox Homespot
Die Telekom bietet den Homespot unter dem Namen MagentaMobil Speedbox an und es gibt 100GB Datenvolumen mit 300MBit/s LTE.
100GB Flat mit 300Mbit/s für 39.95 Euro
zur Telekom Speedbox
O2 Homespot
o2 Homespot
Der O2 Homespot nutzt das Mobilfunk-Netz von O2 und bietet Geschwindigkeiten bis 225MBit/s. Kaufpreis: 121 Euro (einmalig)
1GB Flat mit 225Mbit/s für 14.99 Euro
10GB Flat mit 225Mbit/s für 24.99 Euro
20GB Flat mit 225Mbit/s für 34.99 Euro
Derzeit nicht verfügbar.
Als Alternative bieten alle Unternehmen auch normale Datentarife und Flat: Datentarife und Flat im Vergleich

Dazu kommt, dass es teilweise bei den Homespot mehr Speed als in den normalen Tarifen gibt. Bei Congstar surft man beispielsweise beim Homespot mit bis zu 40Mbit/s und LTE, bei den meisten anderen Tarifen des Discounters ist LTE gar nicht verfügbar. Allerdings gilt die höhere Geschwindigkeit beim Homespot nicht in jedem Fall: beim Vodafone GigaCube surft man beispielsweise mit nur maximal 300MBit/s – Handytarife dagegen erlauben bereits bis zu 500MBit/s im Vodafone Netz (natürlich nur mit LTE).

Einige Handytarife erlauben kein Tethering

Dazu kommt auch noch ein rechtliches Problem: Nicht bei allen Anbieter von Handytarifen ist Tethering erlaubt. Einige Discounter verbieten es nach wie vor (auch wenn es in der Regel nicht geahndet wird). Man sollte sich also vor einer Nutzung auf jeden Fall informieren, ob der eigenen Anbieter dies überhaupt zulässt. Dies ist allerdings nicht ganz so einfach, denn oft findet man keine Hinweise dazu in den Vertragsbindungen. Prinzipiell gilt daher: wenn das Tethering nicht direkt verboten ist, kann man es auch nutzen. Einige Anbieter geben die Nutzung allerdings auch dezidiert frei. So schreibt Vodafone für die Vodafone RED Allnet Flat beispielsweise direkt in den Vertragsbindungen:

Vodafone Red 2016 S hat einen Paketpreis von31,99 Euro (je nach vergünstigtem Handy 36,99 Euro, 41,99 Euro, 46,99 Euro oder 56,99 Euro) pro Monat. Bis zu einem Datenvolumen von 2 GB pro Monat können Sie mit maximaler LTE-Geschwindigkeit (bis zu 500 Mbit/s) surfen. Auch mit einem ans Handy angeschlossenen oder drahtlos verbundenen Computer (Tethering) nutzbar

Wer sich unsicher ist, ob der eigenen Handyvertrag Tethering zulässt, sollte in jedem Fall den eigenen Anbieter fragen. Ist es verboten, den Tarif auf diese Weise zu nutzen, ist ein Homespot in jedem Fall der bessere (weil sichere) Weg.

Wie gut ist der Akku der Handys?

Tethering belastet die Handys meistens sehr stark und es ist viel Energie notwendig, um den Hotspot aktiv zu halten. Daher ist der Akku der meisten Handys innerhalb von einer bis zwei Stunden Nutzung leer. Man sollte Tethering daher nur nutzen, wenn man die Geräte direkt ans Netz anschließen kann und den Akku so direkt wieder auflädt. Aber auch das belastet den Akku und längerfristige Nutzung sorgt dafür, dass der Akku schneller altert.

Für den dauerhaften Einsatz ist es daher in jedem Fall besser, einen Homespot zu nehmen. Diese werden direkt ans Stromnetz angeschlossen und haben daher keinen Akku, der kaputt gehen könnte. Dazu sind diese Homespots für den dauerhaften Einsatz aufgelegt. Außerdem ist die Reichweite der Homespots in der Regel besser – meistens hat man hier eine Reichweite von bis zu 100 Metern. Den Hotspot eines Handys kann man dagegen meist nur aus wenigen Metern Entfernung nutzen.

Homespot oder Tethering – das Fazit

Tethering ist eine gute, weil kostengünstige Möglichkeit, um schnell und für kurze Zeit einen Hotspot aufzubauen. Man ist mit dem Handy flexibel und kann schnell reagieren, wenn ein Internet-Zugang gebraucht wird. Homespots dagegen eignen sich, wenn eine längerfristige Nutzung geplant ist, die über mehrere Stunden oder Tage laufen soll. Dafür sind Homespots und deren Tarife ausgelegt und dann können sie ihre Stärken (zum Beispiel das viele Datenvolumen) ausspielen.