Der Vodafone GigaCube bietet derzeit den einzigen Unlimited-Homespot Tarif, der vollen Speed unterstützt und nicht auf einen bestimmten Standort begrenzt ist. Das Unternehmen hat damit also ein interessantes Alleinstellungsmerkmal im Bereich des mobilen Internet.
Allerdings ist der GigaCube Unlimited mit ca. 80 Euro monatlich auch mit der teuerste Homespot auf dem deutschen Markt. Man sollte sich daher genau überlegen, ob sich der Cube wirklich lohnt. Daher wollen wir in diesem Artikel zeigen, wann der Vodafone GigaCube Unlimited eine gute Wahl ist und wann sich der Homespot eventuell auch nicht lohnt.
Inhaltsverzeichnis
Die aktuellen Tarife bei Vodafone GigaCube



Kritikpunkte am GigaCube Unlimited
Trotz des Versprechens von unbegrenztem Datenvolumen im LTE- oder 5G-Netz gibt es jedoch deutliche Kritikpunkte, die vor allem die Stabilität und technische Beschaffenheit betreffen. Ein zentrales Problem ist die Natur des Mobilfunks als geteiltes Medium: Da sich alle Nutzer in einer Funkzelle die verfügbare Bandbreite teilen, kann die Geschwindigkeit besonders in den Abendstunden massiv schwanken.
Zudem ist das System für ambitionierte Online-Gamer nur bedingt empfehlenswert, da die Latenzzeiten, der sogenannte Ping, systembedingt höher ausfallen als bei Glasfaser- oder DSL-Leitungen. Ein weiterer technischer Nachteil ist die Bindung an das Stromnetz; mangels eines integrierten Akkus bleibt die Mobilität auf Orte mit Steckdosen beschränkt. Auch die vertragliche Eingrenzung auf das Inland sowie Schwierigkeiten bei der Konfiguration von Portfreigaben oder NAT-Typen für Konsolenspieler trüben das Bild für anspruchsvolle Anwender. Somit bleibt der GigaCube zwar eine komfortable Plug-and-Play-Lösung für das Home-Office oder Streaming, stößt aber bei spezialisierten Anforderungen und in überlasteten Funkzellen an seine Grenzen.
Wann lohnt sich der GigaCube Unlimited
Der GigaCube Unlimited von Vodafone lohnt sich für verschiedene Nutzergruppen, je nach ihren spezifischen Bedürfnissen und Lebensumständen. Generell ist er natürlich für eine intensive Datennutzung ausgelegt und daher vor allem für Power-Surfer interessant. Hier sind die Hauptgruppen, für die dieser Tarif besonders attraktiv sein könnte:
- Nutzer ohne Zugang zu schnellem Festnetz-Internet
Der GigaCube Unlimited ist ideal für Menschen in ländlichen oder abgelegenen Gebieten, wo DSL, Kabel oder Glasfaser nicht verfügbar oder zu langsam sind. Mit unbegrenztem Datenvolumen und Geschwindigkeiten von bis zu 300 Mbit/s (LTE) oder 500 Mbit/s (5G, sofern verfügbar), bietet er eine zuverlässige Alternative zum klassischen Festnetzanschluss. Das ist eine der großen Stärken von Homespot. - Intensive Internetnutzer
Haushalte oder Einzelpersonen, die große Datenmengen verbrauchen – z. B. durch 4K-Streaming, Online-Gaming, häufige Downloads oder die Nutzung mehrerer Geräte gleichzeitig – profitieren vom unbegrenzten Datenvolumen. Anders als bei Tarifen mit begrenztem Volumen (z. B. 100 oder 200 GB) müssen sie sich keine Sorgen über Drosselung machen. Das gilt auch für die Business Nutzung, wenn man mehrere Arbeitsplätze in einem Büro mit Internet versorgen möchte. - Flexible Standortnutzer
Wer oft den Standort wechselt, z. B. Pendler mit Zweitwohnsitz, Studenten in WG-Zimmern oder Menschen, die regelmäßig in Ferienhäuser reisen, können den GigaCube einfach mitnehmen und an jeder Steckdose nutzen (innerhalb Deutschlands). Obwohl Vodafone die stationäre Nutzung an einem festen Standort empfiehlt, ist die technische Flexibilität ein Pluspunkt. - Nutzer ohne Technikeraufwand
Für alle, die eine schnelle und unkomplizierte Internetlösung suchen, ist der GigaCube Unlimited perfekt. Es ist kein Techniker nötig – einfach einstecken, SIM-Karte aktivieren und los gehts. Das macht ihn auch für temporäre Wohnsituationen (z. B. nach einem Umzug) attraktiv. Die Erfahrungen der Verbraucher mit dem Cube bestätigen dies. - Junge Leute unter 28 (mit Rabatt)
Schüler, Studierende oder Auszubildende unter 28 Jahren erhalten mit dem „Young-Vorteil“ 5 Euro Rabatt pro Monat, was den Tarif günstiger macht (59,99 € statt 64,99 €). Besonders für junge Haushalte mit hohem Datenbedarf ist das eine lohnende Option. - Geschäftskunden mit hohem Datenbedarf
Für kleine Unternehmen, Freelancer oder mobile Projekte (z. B. auf Baustellen oder Messen) bietet der GigaCube Unlimited eine flexible Lösung ohne Datenlimit. Es gibt sogar spezielle Business-Tarife mit Cashback-Vorteilen.
Wann lohnt sich der GigaCube Unlimited sich weniger?
- Kostenbewusste Nutzer mit geringem Datenverbrauch: Bei gelegentlichem Surfen oder wenig Datenbedarf (z. B. nur E-Mails und einfaches Browsing) sind günstigere Tarife wie der GigaCube Zuhause 100 (34,99 €) oder 200 (44,99 €) oft ausreichend.
- Nutzer mit stabilem Festnetzanschluss: Wenn bereits ein schneller DSL- oder Kabelanschluss (z. B. 250 Mbit/s für 40-50 €) vorhanden ist, könnte der GigaCube Unlimited mit 64,99 €/Monat plus Anschlussgebühr (49,99 €) teurer und weniger leistungsstark sein.
- Reisende außerhalb Deutschlands: Der Tarif funktioniert nur in Deutschland, im Ausland ist er nicht nutzbar.
Wer sich beim Datenbedarf nicht sicher ist, sollte das Testangebot von Vodafone nutzen. Damit kann man den Cube 30 Tage risikolos testen und dann auch wieder zurückschicken, falls man doch nicht so viel Datenvolumen benötigt oder aber der Cube generell nicht passen sollte. Auf diese Weise kann man ohne hohe Kosten zu riskieren ausprobieren, ob sich der GigaCube Unlimited wirklich für die eigenen Bedürfnisse lohnt.
Der GigaCube Unlimited lohnt sich vor allem für Nutzer, die maximale Flexibilität, unbegrenztes Datenvolumen und eine einfache Installation schätzen – insbesondere dort, wo Festnetz-Alternativen fehlen oder unpraktisch sind. Bei einem Preis von 64,99 €/Monat (oder 59,44 € über Aktionen mit Sofortbonus) ist er jedoch eine Investition, die sich nur bei hohem Datenbedarf oder spezifischen Lebenssituationen voll auszahlt. Es lohnt sich, den tatsächlichen Bedarf und die Netzverfügbarkeit (LTE/5G) vorab zu prüfen.
Kündigt Vodafone den GigaCube Unlimited bei zu hohem Datenverbrauch?
In der Praxis kündigt Vodafone den GigaCube Unlimited in der Regel nicht aufgrund hoher Nutzung, setzt aber wohl Techniken zur Verbrauchssteuerung ein, die oft wie eine versteckte Drosselung wirken. In einschlägigen Fachforen und der Vodafone-Community finden sich zahlreiche Berichte von Kunden, die auf eine systematische Drosselung gestoßen sind. Es scheint zwei kritische Marken zu geben:
- Die 1.000-GB-Grenze: Viele Nutzer berichten, dass ihre Geschwindigkeit exakt nach Erreichen von 1 Terabyte (1.000 GB) drastisch reduziert wurde (oft auf unter 10 Mbit/s oder gar 64 kbit/s).
- Die 2.000-GB-Grenze: Neuere Berichte aus dem Jahr 2025 deuten darauf hin, dass Vodafone diese Schwelle bei einigen Verträgen auf 2 TB angehoben hat. Werden diese Werte überschritten, wird die Leitung oft technisch „eingebremst“.
Betroffene Nutzer müssen sich meist aktiv beim Kundenservice melden. In vielen dokumentierten Fällen wurde die Sperre nach einem Anruf manuell wieder aufgehoben, trat jedoch im nächsten Monat beim selben Datenstand erneut auf.
Obwohl der Vodafone GigaCube Unlimited als unbegrenzter Datentarif vermarktet wird, zeigt die Erfahrung vieler Power-User, dass das System intern mit Schwellenwerten arbeitet. In der Regel führt eine sehr intensive Nutzung nicht zu einer Kündigung des Vertrages durch den Anbieter, wohl aber zu einer deutlichen Drosselung der Bandbreite. Bekannte Fälle dokumentieren, dass ab einem Verbrauch von rund 1.000 GB oder 2.000 GB pro Monat die Geschwindigkeit oft ohne Vorwarnung einbricht. Vodafone bezeichnet dies im direkten Kundenkontakt häufig als systembedingte Schutzmaßnahme oder technischen Fehler, der durch den Support manuell korrigiert werden kann. Eine echte Kündigung droht meist nur dann, wenn gegen die Fair-Use-Bestimmungen verstoßen wird, indem der Anschluss beispielsweise kommerziell weitervermietet wird oder durch extremen Dauer-Upload die Netzstabilität der gesamten Umgebung gefährdet. Für einen normalen Haushalt, selbst mit intensivem 4K-Streaming und großen Spiele-Downloads, bleibt das Risiko einer Vertragskündigung jedoch verschwindend gering.

Ich beschäftige mich bereits seit 2006 mit dem Thema Telekommunikation und Mobilfunk und schreibe auf verschiedenen Webseite als freier Journalist zu diesen Bereichen. Darüber hinaus habe ich auch mehrere Bücher zum Thema Mobiles und Technik auf den Markt gebracht. Daher war es recht klar, dass ich auch das Thema Homespot auf die Agenda nehmen werden, denn die neuen Geräte samt Tarif sind vergleichsweise billige und flexible Alternativen zu bisherigen Datentarifen und machen das mobilen Surfen unterwegs deutlich einfacher. Fragen gerne in den Kommentaren stellen oder auch direkt – ich antworte in der Regel asap :) Mehr zu mir gibt es hier: Wer schreibt hier?











