O2 Prepaid Internet-to-go eingestellt – diese Alternativen gibt es

Das Angebot O2 Prepaid Internet-to-Go (oft in Verbindung mit dem Huawei E5576 WLAN-Router verkauft) wurde eingestellt, da O2 seine Produktpalette im Bereich des mobilen Internets vereinheitlicht und modernisiert hat (mit Fokus auf die O2 Homespot). Bestehende Tarife kann man weiter nutzen, neu buchen kann man diese Datenangebote aber nicht mehr. Auf der Webseite des Unternehmens sind sie nicht mehr zu finden.

Es gibt mehrere Gründe, warum solche speziellen Jahrespakete oder Hardware-Bundles oft vom Markt verschwinden:

1. Mehr Fokus auf die O2 Freikarte

O2 hat mit der kostenlosen Testkarte (unbegrenztes Datenvolumen für 30 Tage) ein sehr starkes Marketing-Tool geschaffen. Viele Kunden, die früher das „Internet-to-Go“-Paket zum Ausprobieren des Netzes genutzt haben, greifen nun zur kostenfreien Testvariante. Die Angebote dazu gibt es hier: https://www.prepaidfreikarten.com/ | https://kostenlose-sim.net/

2. Fokus auf die regulären O2 Prepaid-Jahrespakete

Anstatt eines separaten „Internet-to-Go“-Brands führt O2 nun klassische Prepaid-Jahrespakete. Diese bieten:

  • Ein festes Datenvolumen für 365 Tage (z. B. 15 GB, 40 GB oder 100 GB). Es gibt daher generell nun mehr Datenvolumen für das mobile WLAN Internet
  • Mehr Transparenz innerhalb der Mein O2 App.
  • Oft ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als das alte Bundle.

3. Technologische Weiterentwicklung (5G)

Das alte Internet-to-Go-Paket war oft auf LTE (4G) begrenzt und wurde meist mit günstigen Hardware-Dongles verkauft. Da O2 den Fokus massiv auf 5G legt, passen die alten LTE-Hardware-Bundles nicht mehr zur aktuellen Markenstrategie, die Highspeed-Internet für alle Tarife bewirbt.

4. Konkurrenz durch den Homespot

Wie wir bereits besprochen haben, drängt O2 Kunden mit stationärem oder semi-stationärem Bedarf (z. B. Ferienhaus, Garten) eher zum O2 Homespot. Durch die monatlich kündbaren „Flex“-Varianten bietet dieser eine ähnliche Freiheit wie Prepaid, ist aber für O2 lukrativer und für den Kunden am festen Standort leistungsstärker. Daher sind die normale O2 Homespot aktuell durchaus auch eine Alternative zu den bisherigen Prepaid-Datenanegboten:

O2 my Home S
unbegrenztes Datenvolumen mit 50MBit/s LTE/5G, Standortbegrenzung, 100 Euro Rabatt
34.99 / Monat
  • 24 Monate Laufzeit
  • kein Kaufpreis + 4.99€/Monat Router
  • unlimitiertes Datenvolumen
  • 50MBit/s LTE-Speed
O2 my Home M
unbegrenztes Datenvolumen, 100MBit/s LTE/5G, Standortbegrenzung, 100 Euro Rabatt
39.99 / Monat
  • 24 Monate Laufzeit
  • kein Kaufpreis + 4.99€/Monat Router
  • unlimitiertes Datenvolumen
  • 100MBit/s LTE/5G-Speed

Ein Tipp: Wenn man noch ein altes Internet-to-Go-Starterset im Handel (z. B. bei MediaMarkt oder Saturn) findet, lässt sich dieses meist noch aktivieren. Direkt bei O2 wird es jedoch nicht mehr vertrieben.

Der Congstar Homespot als Alternative

Obwohl Congstar eine der bekanntesten Alternativen auf dem Markt darstellt, unterscheidet sich das Angebot in wesentlichen Punkten von den aktuellen O2-Optionen. Der wichtigste Aspekt ist hierbei das genutzte Mobilfunknetz: Während O2 auf die eigene Infrastruktur setzt, nutzt Congstar das Netz der Telekom, was in manchen ländlichen Regionen oder innerhalb massiver Gebäude ein entscheidender Vorteil sein kann, wenn das O2-Signal vor Ort nicht ausreicht. Dazu gibt es den Congstar Cube ohne WLAN ohne Laufzeit und der Router hat auch keinen längerfristigen Vertrag – damit kommt man dem Prepaid Ansatz der ehemaligen Internet-to-go Tarife schon recht nahe. Dazu gibt es mittlerweile auch 5G bei Congstar. Man bekommt also auf Wunsch auch einen 5G Homespot Tarif und einen 5G Router.

Betrachtet man jedoch die Tarifstruktur, zeigt sich ein deutlicher Unterschied in der Nutzbarkeit. Congstar bietet seine Homespots in der Regel mit einem begrenzten Datenvolumen an, das meist zwischen 50 GB und 300 GB liegt. Im Gegensatz dazu bieten die O2-Tarife – insbesondere der aktuelle O2 Home M Kabel-Anschluss aus dem Flash Sale oder auch die unlimitierten Homespot-Varianten – echtes unbegrenztes Surfen ohne Drosselung. Wer also viel streamt oder im Homeoffice arbeitet, läuft bei Congstar Gefahr, vor Monatsende das Datenlimit zu erreichen.

Positiv dagegen: Congstar hat keine Standort Bindung mehr. Man kann den Homespot Tarif ohne Einschränkungen überall dort nutzen, wo es gutes Telekom Netz gibt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man Congstar vor allem dann als Alternative in Betracht ziehen sollte, wenn am eigenen Wohnort kein Kabel-Anschluss verfügbar ist und das O2-Mobilfunknetz keine ausreichende Performance liefert. Sofern jedoch eine gute O2-Abdeckung oder gar ein Kabelanschluss vorhanden ist, bieten die aktuellen Aktionsangebote von O2 deutlich mehr Leistung und Freiheit für weniger Geld.

Homespot S
auch ohne Laufzeit mit monatlicher Kündigung verfügbar
20,00 / Monat
  • mit oder ohne Laufzeit
  • 10€ Aktivierung
  • 100GB Datenvolumen
  • 50MBit/s LTE-Speed
Homespot M
auch ohne Laufzeit mit monatlicher Kündigung verfügbar
30,00 / Monat
  • mit oder ohne Laufzeit
  • 10€ Aktivierung
  • 200GB Datenvolumen
  • 50MBit/s LTE-Speed
Homespot L
auch ohne Laufzeit mit monatlicher Kündigung verfügbar
40,00 / Monat
  • mit oder ohne Laufzeit
  • 10€ Aktivierung
  • 400GB Datenvolumen
  • 50MBit/s LTE-Speed

Als Alternative kann man natürlich auch die Prepaid WLAN Angebote der Discounter nutzen. Im Überblick: ALDI Prepaid Router | LIDL Connect Homespot | Tchibo WLAN Homespot

HINWEIS: O2 vertreibt unter der Bezeichnung Internet-to-go nicht nur Prepaid Router, sondern auch ein Postpaid Angebot mit unbegrenztem Datenvolumen zum Router. Man sollte also genau hinschauen, ob man die Prepaid- oder die Postpaid Variante aufgerufen hat. Alternative kann man auch die O2 Mobile Tarife für den Router nutzen. ALDI Talk hat dazu ebenfalls einen Router gestartet, der auf Prepaid Basis arbeitet: ALDI Talk Home Cube

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